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Dies ist das "Wort zum Mittwoch" von unserem Pastor Roger. /// 26. Jan. 2022


Wochenspruch der Losungen vom 22. – 29.01.2022

Und es werden kommen
von Osten und von Westen,
von Norden und von Süden,
die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.

Lukas 13,29

Schauen wir uns um, dann kann die Frage schon aufploppen, wie viele es denn sind, die da zum Reich Gottes gehören. Die Schar der Christen in unseren Breiten ist überschaubar. Eine Sicht, die schon zur Zeit Jesu die Jünger umtrieb. Die Antwort Jesu macht klar: Gottes Leute kommen von überall her. Nicht ein Volk, nicht eine Kirche hat das Exklusivrecht am Tisch im Reich Gottes zu sitzen. Es gehören Menschen aus allen Himmelsrichtungen dazu.  

Das sollte unseren Blick weiten, über die Gemeinde und Bundesgemeinschaftsgrenzen hinaus!

Im Reich Gottes gelingt das, wovon die Welt und ihre Regierungen heute träumen. Eine Weltgemeinschaft. Sie wird heute zwar beschworen, gelingt aber nur da, wo jeder was davon hat. Die hier beschriebenen Weltgemeinschaft am Tisch im Reich Gottes folgt einer Einladung. Gott, der Vater im Himmel lädt ein und alle kommen.

Ein Treffen der Weltgemeinschaft nicht um Probleme zu lösen oder Forderungen zu stellen, sondern auf Grund eines Festes. 

Was für eine andere Welt zeichnet sich hier ab!

Am Tisch sitzen und gemeinsam essen. Gemeinsam feiern. Miteinander reden. Einander nahekommen. Den anderen privat kennenlernen. Miteinander lachen. Anteilnehmen an dem, der so anders ist.

An einem Tisch zu sitzen, Gastfreundschaft zu genießen ist die höchste und intimste Form der Gemeinschaft des Orientalen.  

Das Abendmahl wird im NT auch „Tisch des Herrn“ genannt. Und wir, die Jünger Jesu sind die Eingeladenen. Wie gestaltet sich die Gemeinschaft an diesem Tisch des Herrn? 

Wer in Palästina in ein fremdes Haus kommt, muss dazu eingeladen worden sein. Das ist uralter Brauch, nicht erst seit der Zeit Jesu. Und in der Regel wurden beim Betreten die Schuhe ausgezogen. Das ist ein Zeichen dafür, dass ich gerne der Einladung folge, allen Schmutz und Unfrieden draußen lasse will, um in Frieden bleiben zu können.  

Der oder die Eintretende bringt also erst den Frieden. Aber er lässt alles, was Streit hervorbringen könnte, draußen vor der Tür.

In unseren Breiten bringen wir oft ein Gastgeschenk mit. 
Doch was bringt mein Herz mit?