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Dies ist das vorerst letzte "Wort zum Mittwoch" von unserem Pastor Roger.  /// 25.11.2020 ///


Vorwort

Liebe Leser des „Wort zum Mittwoch“,

das Wort zum Mittwoch wird jetzt erst einmal aussetzen. In der Adventszeit ist es gut, wenn jeder Zeit hat, an der Aktion „Weihnachten neu erleben“ teilzunehmen. Dann folgt die Allianzgebetswoche, die auch viel gute Impulse für das persönliche Leben gibt. Voraussichtlich bin ich danach eine Woche im Urlaub. Anfang Februar werden ich mich dann melden, wie es weitergeht.

Jedenfalls möchte ich jedem danken, der das Wort zum Mittwoch gelesen hat. Denen danken, die eine kurze Rückmeldung geschrieben haben.

Ich wünsche euch eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

Liebe Grüße Roger


Psalm 62: Stille vor Gott

Eine Parabel zur Stille:

Zu einem Einsiedler kommen eines Tages Besucher, die nach dem Sinn des Lebens in der Stille fragen. Da der Einsiedler gerade beim Wasserschöpfen aus einer Zisterne ist, fordert er die Besucher auf, in die Zisterne zu sehen. „Was seht ihr?“, fragte er. „Nichts!“, antworteten die Besucher. Als der Einsiedler die Besucher nach einer Zeit wieder in die Zisterne blicken ließ und die gleiche Frage stellte, antworteten sie: „Nun sehen wir uns selber!““ Der Einsiedler sagte: „Als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig, und man sieht sich selber. Das ist die Erfahrung der Stille.“ 

Will ich diese Erfahrung machen, mich selber sehen? – Was kann mir dabei helfen, das auszuhalten? 

2 Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. 3 Denn er ist mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz, dass ich gewiss nicht wanken werde.

Im Allgemeinen rechen wir viel zu wenig damit, dass unsere Gebete erhört werden. Ein Bauer rechnet mit der Ernte, sonst ist er nicht zufrieden. Ein Schütze will ins Schwarze treffen und kontrolliert die Zielscheibe. Ein Arzt beobachtet die Wirkung der Medizin.

Im NT gibt es kein Beispiel, wo Jesus jemanden, der ihn um Hilfe bat, zurückgewiesen hat. Da Gebet hat große Verheißungen.

Überprüfst du die Wirkung deiner Gebete? 

Was für Erfahrungen hast du gemacht? 

6 Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung. 7 Er ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht wanken werde. 8 Bei Gott ist mein Heil und meine Ehre, der Fels meiner Stärke, meine Zuversicht ist bei Gott. 9 Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht.

„Gott ist meine Hoffnung!“ (V: 6b) Dann kann ich stille werden mitten in der Angst. Ruhe finden in der Ausweglosigkeit. Muss mir nicht selber Recht verschaffen. Das kann ich meinem Vater im Himmel, meiner Hoffnung überlassen.

Wie sieht hier dein persönliches Erleben aus? 

Der Gott, dem ich gestern vertraute, ist auch heute der, auf den ich mich verlassen kann. (Heb 13,8)

Das Herz vor dem Vater im Himmel ausschütten. (V. 9) Da kommt ungeordnet alles auf einmal raus. Wie Wasser, das aus einem Eimer ausgeschüttet wird. “Sie können gesund werden“, sagte der Arzt zum Patienten, „wenn sie ihren Ärger nicht immer in sich hineinfressen!“ Sich aussprechen. Selbsthygiene. Nicht jedem liegt das. Gott unser Vater im Himmel lädt ein zum „Auspacken“.

Bist du so vertraut mit Jesus, dass du ihm deine innersten Gedanken, Beweggründe und Ängste sagen kannst? 

12 Eines hat Gott geredet, ein Zweifaches habe ich gehört: Gott allein ist mächtig, 13 und du, Herr, bist gnädig; denn du vergiltst einem jeden, wie er's verdient hat.