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Dies ist das aktuelle "Wort zum Mittwoch" von Michael Schneider.  /// 02.09.2020 ///
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Wie das Kaninchen vor der Schlange – Glauben und Gemeinschaft in Pandemiezeit

Im Angesicht der Schlange ist das Kaninchen unfähig sich zu bewegen. Starr vor Angst. So verhalten sich auch Menschen in furchteinflößenden Situationen.

Wie verhalte ich mich eigentlich gerade?

Irgendwie bin ich auch gelähmt in dem was ich möchte: beruflich muss ich den Menschen raten Menschenansammlungen zu meiden - In der Gemeinde jedoch wünsche ich mir Zusammenkünfte – auch weil ich sie für den Glauben für unverzichtbar halte. Kann man dieses Dilemma auflösen?

Vorab: Klar, möchte ich nicht dass sich Nachrichten wiederholen in denen es heißt:

„Wieder wurde eine christliche Gemeinde Ausgangspunkt einer viralen Krankheitswelle.“ - Ganz im Gegenteil will ich doch dass sich eine Welle verbreitet, in der Menschen Gottes Liebe erfahren und manche innere Zerbrochenheit geheilt wird!

Was kann ich aber tun wenn Glaubensleben und Gemeinschaft von einer Pandemie gelähmt wird?

  1. Ich kann dem anderen Mut machen und eben NICHT vor der Corona-Schlange erstarren! Ich habe einen Gott der NICHTS dem Zufall überlässt (Ps.139!) Danke IHM dafür!
  1. Rede über deinen Glauben, deine Hoffnung und deine Zweifel. Nur wo Licht ins Dunkel kommt kann es hell werden! Eine Kleingruppe ist der ideale Ort dafür!
  2. Ich darf dankbar sein für alle Empfehlungen zu Verhalten und Hygiene und für die Behörden die auf deren Umsetzung achten, denn dies Alles ermöglicht ein vorsichtiges und rücksichtsvolles Miteinander.

  3. Abstände, Treffen draußen oder in größeren gut durchlüfteten Räumen bieten schon ganz gute Sicherheit und wo es doch mal eng wird hat doch jeder inzwischen seinen textilen Begleiter parat (Gott hört auch das Gebet hinter deinem Mundschutz ;)

  4. Ich kann Kreativ werden: warum nicht mal Hauskreis am Lagerfeuer?

Zugegeben das meiste von dem Vorangegangenen ist nicht neu – und doch hat sich oft auch schon eine Glaubens-Quarantäne still und heimlich breit gemacht. Ganz nach dem Motto: „Ich kann ja sowieso nichts machen“

Aber ist das wirklich so? Vielleicht ist genau das ja der Punkt an dem ich etwas lernen soll - an dem Gott mir die Augen öffnet: Biblisch gesehen findet der eigentliche Kampf gar nicht gegen ein Virus sondern gegen einen Widersacher statt. Und als Christen dürfen wir wissen dass dieser Kampf schon entschieden ist:

So heißt es im Hebräer 11,1: „Glaube ist eine feste Zuversicht dessen was man hofft und ein Nichtzweifeln an dem was man nicht sieht.“ Wir haben also eine konkrete Hoffnung! Und wir dürfen zweifellos daran festhalten. Diese Erfahrung machte z.B. auch der Diener von Elisa (2.Kö 6, 8ff) als er von den Feinden umzingelt war. Scheinbar Schachmatt und schlussendlich Sieger!

Vielleicht braucht es ja gerade eine (menschlich) ausweglose Situation wie SARS-CoV II damit ich die Verantwortung für meinen Glauben selbst übernehme?

Lass uns heute damit anfangen! Lass uns darüber austauschen! (vor einer) Schlange-Stehen - ist doof - komm raus aus der Lethargie – Gott wartet auf Dich!