spenden

Dies ist das aktuelle "Wort zum Mittwoch" von unserem Pastor Roger.  /// 04.11.2020 ///
Wenn du dieses Format gern automatisch per E-Mail bekommen möchtest, musst du einfach unseren Newsletter abonnieren.


Aus Psalm 37: Hinweise zum Leben mit Jesus
 

Habe deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünscht. 

Was wünscht dein Herz? 
Ein Märchen erzählt von einem alten, ehrbaren Ehepaar, die in Ehren und Frieden alt geworden sind. Deswegen gewährt eine Fee ihnen drei Wünsche, die auch sofort in Erfüllung gehen sollen. Das Glück über das Geschenk ist so riesig, dass der Mann ausruft, er hätte am liebsten eine große Bratwurst. Kaum ist der Wunsch ausgesprochen, ist die Bratwurst da. Entsetzt merkt die Frau, dass der erste Wunsch schon dahin ist. In ihrem Zorn wünscht sie dem Mann die Bratwurst an die Nase – was auch gleich geschieht. Nun der dritte Wunsch ist vorhersagbar: die Bratwurst musste wieder aus dem Gesicht.  

Unsere menschlichen Wünsche sind oft problematisch. Gebetswünsche klingen kindisch und egoistisch. Wir denken nur an unser persönliches Glück und nicht an den Nächsten. Der eine fährt in den Urlaub und betet um Sonne. Der Bauer nebenan betet dringend um Regen.

Nimm deine Gebetswünsche mal unter die Lupe im Blick auf deinen Nächsten.

Nicht wenige Menschen kreisen um sich selber und ihre Wünsche und Verluste. Glück und ein erfülltes Leben findet sich nicht in der Erfüllung von Wünschen, sondern in der Hingabe an den Nächsten.  Vgl Gal 6,2


Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen 

und wird deine Gerechtigkeit heraufführen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag. 

Es gibt Situationen, in denen muss entschieden werden, aber irgendwie ist alles unklar. Liegt im Dunkeln. Soll ich einen Schritt wagen? Was ist richtig?

Andere finden klare Wegführung, sind erfolgreich, haben Lösungen und kommen weiter. Schauen mitleidig auf mich, den Unentschlossenen und Ängstlichen herab. Doch für den Beter ist es dunkel. Die Ratlosigkeit ist mit Händen zu greifen.

Doch der Vater im Himmel hat die Fäden meines Lebens in der Hand. Darum kann ich meinen Lebensweg ihm anbefehlen, auf ihn abwälzen. Auf ihn blicken und warten.

Wo bin ich seit längerem ratlos?   

Will ich darin auf die Führung Jesu warten?
 

Sei stille dem HERRN und warte auf ihn. Entrüste dich nicht über den, dem es gut geht, der seinen Mutwillen treibt. 

Warten auf den Herrn. Diese Gelassenheit wünschen sich viele Menschen. Aber wir können sie nicht erzwingen. Der Psychiater Viktor Frankl stellt fest: „Wer Lust anstrebt, dem vergeht sie; wer Glück anstrebt, dem zerbricht es; wer Gelassenheit anstrebt, dem zerrinnt sie zwischen den Fingern. Lust, Glück und Gelassenheit sind Zugaben, Beigaben, Geschenke, wenn wir den Sinn des Lebens gefunden haben.“

Wenn der Sinn meines Lebens Jesus Christus ist, wenn ich ruhig vor ihm werde, erlange ich Gelassenheit. Als Geschenk. Wer in Jesus ruht, der ist gelassen.

Im Wort Gelassenheit steckt „lassen“. Was will ich lassen, um gelassen zu werden?

Jak 1,4: Und durch die Geduld werdet ihr bis zum Ende durchhalten, denn dann wird euer Glaube zur vollen Reife gelangen und vollkommen sein und nichts wird euch fehlen.

Welchen Aspekt ergänzt dieser Vers zu V. 7 zum Thema „Gelassenheit“?