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Dies ist das erste Wort zum Mittwoch nach der Sommerpause. ///01. Sept. 2021.

Viel Spaß beim Lesen!  


Wochenspruch der Losungen vom 29.08.-04.09.2021

„Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“
Matthäus 25,40

In den Schriften des Buddhismus gibt es die Erzählung von einem ehrwürdigen Mann, der Frau und Kind verlässt, um in der Einsamkeit ein frommes Leben zu führen. Seine Frau erfährt, wo er sich befindet, nimmt ihr gemeinsames Kind und findet ihn unter einem Baum beim Mittagsschlaf. Dreimal hält sie ihm das Kind hin und fleht; „Sieh doch deinen kleinen Sohn an, Asket – ernähre ihn!“ Doch der Fromme hört und sieht nicht hin. Schließlich legt sie das Kind zu seinen Füßen nieder und geht fort mit den Worten: „Dies ist dein Sohn, Asket – ernähre ihn!“ Als sie merkt, dass er nicht reagiert, nimmt sie das Kind und geht mir ihm fort.

Die Erzählung schließt mit der Feststellung, dass Buddha mit den Augen das Verhalten der Frau scharf getadelt habe. Den Mann aber, der von aller Anhänglichkeit frei war, nennt er einen rechten Brahmanen. 
Brahmane ist ein Angehöriger der höchsten religiösen Kaste im Buddhismus. Oft Priester oder Gelehrte.

Welchen ganz anderen Akzent als diese Geschichte setzt unser Wochenspruch?

Finde biblische Beispiele für das, was Jesus hier meint. 

„Ein Seifenfabrikant sagt zu einem Priester: „Das Christentum hat nichts erreicht. Obwohl es schon bald zweitausend Jahre gepredigt wird, ist die Welt nicht besser geworden. Es gibt immer noch Böses und böse Menschen.“

Der Priester wies auf ein ungewöhnlich schmutziges Kind, das am Straßenrand spielte, und bemerkte: „Seife hat nichts erreicht. Es gibt immer noch Schmutz und schmutzige Menschen in der Welt.“

„Seife“, entgegnete der Fabrikant, „nutzt nur, wenn sie angewendet wird.“

Der Priester antwortete: „Das Christentum auch.“ 

Beschreibe möglichst konkret, was der Glaube an Jesus in deinem Leben erreicht hat. 

Ein alter Rabbi fragte seine Schüler, wie man die Stunde bestimmt, in der die Nacht endet und der Tag beginnt. „Ist es, wenn man von weitem einen Hund von einem Schaf unterscheidet?“, fragte einer der Schüler. „Nein!“, antwortete der Rabbi. „Ist es, wenn man von weitem eine Dattel- von einem Feigenbaum unterscheiden kann?“, fragte ein anderer. „Nein!“, sagt der Rabbi.

„Aber wann ist es dann?“, wollten die Schüler wissen.

„Es ist dann, wenn du in das Gesicht eines Menschen blicken kannst und darin deine Schwester und deinen Bruder siehst. Bis dahin ist noch Nacht.“   

In wessen Gesicht kannst du den Bruder bzw. die Schwester nicht entdecken?

Wann soll es hier Tag werden?