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Dies ist das "Wort zum Mittwoch" von unserem Pastor Roger. /// 15. Dez. 2021


Wochenspruch der Losungen vom 12.12. – 18.12.2021

Bereitet den Weg des Herrn;
denn der Herr kommt gewaltig;
Jes 40,3.10

Den Weg für den Vater im Himmel frei machen. Das ist eine Aufforderung, die an sein Volk, seine Gemeinde gerichtet ist.  

Sie wollten nur das Beste. - Jan war ein sehr begabter Junge. Seine Eltern wollten das Beste für ihn. Das Beste an Schule, an Kleidung, an Kontakten, an Karriere. Doch Jan wollte seinen eigenen Weg finden. Das Leben ausprobieren. Es kam zum Bruch mit den Eltern.

Auch für die Gemeinde wollen wir oft das Beste. Den Weg zu neuen, besseren Ufern frei machen.  An gutem Willen fehlt es nicht, doch die gutgemeinte Aktion hat den Willen Gottes nicht erfasst. Der Einsatz ist da, doch ohne Berücksichtigung meiner Gaben.

Sachwissen, guter Wille, Zielorientierung allein genügen nicht. Sicher schreibt Paulus, dass wir unser Heil mit Furcht und Zittern erringen sollen. Doch er schreibt danach auch, dass es der Vater im Himmel selbst ist, der das Wollen und Vollbringen in uns wirkt. Vgl Phil 2,12-13

Wie erlebe ich diese Spannung zwischen „sich auf den Weg machen“, „das Beste wollen“, und gleichzeitig Gottes Wirken erwarten?


Der zweite Vers:

Gott, der mit Macht oder gewaltig kommt – das passt so gar nicht zu Weihnachten. In der Heiligen Nacht kommt Gott als Baby, als Hilfsbedürftiger, wird zum Verfolgten, zum Flüchtling.

Doch dieses Komme Jesu hat der Schreiber hier nicht im Blick. Er denkt an die Erscheinung Jesu in großer Macht und Herrlichkeit. (Mt 24,30) Wenn seine wahre Gestalt nicht mehr verdeckt ist. Weihnachten erinnern wir uns an seine menschliche Gestalt und wir sind tief bewegt über die Nähe Gottes zu uns Menschen.

Gewaltig kommt Jesus dann, wenn er in seiner göttlichen Gestalt kommt. Das liegt damals und heute in der Zukunft. Manchmal wünsche ich mir, dass er auch heute mal so auftritt.

Welche Sehnsucht wird in diesem Wunsch deutlich?