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Dies ist das "Wort zum Mittwoch" von unserem Pastor Roger. /// 22. Juni 2022


Wochenspruch der Losungen vom 19.06.-25.06. 2022

„Wer euch hört, der hört mich.
Wer euch verachtet, der verachtet mich.
Wer aber mich verachtet, der verachtet den, 
der mich gesandt hat.“

Lukas 10,16

Hier ist von einer „Schicksalsgemeinschaft“ mit unserem Gott zu sprechen. Jesus und der Vater im Himmel, sie sind sie mit uns eingegangen

Jesus lässt sich durch uns hören. Verrückt! Jesus hatte die Jünger gesandt zu predigen und zu heilen. Mein geistliches Gestammel macht er sich zu eigen. Kennzeichnet es als seine Rede. Wie geht das denn? Also wenn da jemand in meinem Namen reden soll, will ich wissen was. Da ist Absprache nötig. Da will ich mich durch andere nicht für etwas in die Pflicht nehmen lassen, von dem ich nichts weiß. Dem ich nicht zustimmen kann.

Hier fehlt die Absicherung. Jesus stellt sich auf meine Seite. Wer dich hört, hört mich!

Einen Hinweis, wie das geht, gibt uns Mk 13,11. Hier sagt Jesus im Zusammenhang der Verfolgung, dass der Heilige Geist geben wird, was zu reden ist. Es geht nicht um die geschliffene Rede. Zeugen sollen wir sein, auch im Gerichtssaal. Dabei gibt Gottes Geist meinen Worten ein Gewicht, das nicht aus mir kommt. Meine klammen Worte haben Wirkung. Und das gilt sicher nicht nur in Verfolgung.

Verachtung erfahren, weil ich Christ bin. Für unsere Breiten ausgedrückt: Gottesdienst wird als Märchenstunde bezeichnet. Gottes Worte als Märchenbuch. Die Heiligen der letzten Tage auf dem Berg da oben. Du hast doch zu Gott einen guten Draht, also…  

Aussagen, die eher Geringschätzung ausdrücken. Das sind die von gestern. Die haben es nicht so mit dem Denken und dem Fortschritt. Aber es trifft dich nicht allein. Jesus fühlt sich genauso getroffen wie du. Wie dir geht ihm ein Stich durchs Herz. Getroffen. Der Schuss sitzt.

Diese Schicksalsgemeinschaft geht weiter. Sie wird sozusagen innerhalb der Trinität weitergereicht. Gott im Himmel ist verwundbar, weil du verwundbar bist.

„Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan.“ Der Vers aus Mt 25,40.46 meint nicht nur die guten Taten, sondern auch die, die die Jünger Jesu verletzten und sie erniedrigen.

Bemerkenswert ist, dass der Vers ohne Drohung, ohne Sanktionen auskommt. Jesus schenkt seinen Jünger seine uneingeschränkte göttliche Solidarität. Das genügt.