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Dies ist das Wort zum Mittwoch von unserem Pastor Roger. 
/// 14. Sept. 2022


1Mose 2,18:

„Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.“

Der Mensch allein – das geht nicht.
Der Mensch allein – ist nicht gut.
Der Mensch allein – ist kein Mensch.

Ehe, Partnerschaft Freundschaft schützen die Menschlichkeit des Menschen vor dem Fall ins Nichts. Das Geschenk von Partnerschaft, Freundschaft der Körper und des Geistes bewusst oder mutwillig auszuschlagen - das ist unmenschlich. Das ist nie und nimmer gut.

(nach P. Baier, ehemaliger Präses der Rheinischen Kirche) 

Eins der größten Probleme unserer Gesellschaft ist die Einsamkeit. Hilfe wird nicht selten abgelehnt. Vereinsamte Menschen reagieren empfindlich, ziehen sich beleidigt zurück. Haben Angst, missverstanden zu werden. Manche benutzen diese Angst, um sich noch weiter abzukapseln. 

Wenn du einen einsamen Menschen kennst, beschreibe Wege, wie er aus der Einsamkeit zurück in die Gemeinschaft finden könnte.

Die Übersetzung Luthers, dass Gott die Frau als „Gehilfin“ des Mannes geschaffen hat, hat viel Unglück, Vorurteile und Erniedrigung für die Frauen zur Folge gehabt. Dabei ist das Wort für Hilfe im hebräischen das gleiche Wort, das für die Hilfe von Gott verwendet wird. (Ps 121,1-2) Damit wird die Qualität dieser Hilfe durch die Frau deutlich.

Die Hilfe entspricht dem Menschen. Sie begegnen sich auf Augenhöhe. Zusammen gestalten sie den Auftrag Gottes an den Menschen. 

Wo ist diese Miteinander der Geschlechter in deinem Umfeld gelungen? 
Wo siehst du Probleme?

Ein heidnischer Philosoph sagte einst zu Rabbi Gamliel:

„Euer Gott ist ein Dieb, denn eure Bibel berichtet, dass Gott einen tiefen Schlaf auf Adam fallen ließ, und dann stahl er ihm eine Rippe und bildete davon die Eva.“

Da Sprach die Tochter des Rabbi Gamliel zu ihrem Vater: „Erlaube mir, dass ich ihm antworte.“

Der Vater erlaubte es, und sie sprach nun zum Philosophen:

„Zunächst bringe man mir einen Kriminalrichter, denn ich habe auch einen Diebstahl zu melden. Diese Nacht stieg nämlich ein Dieb bei uns ein, stahl einen silbernen Becher und legte einen goldenen hin.“

„Solche Diebe“, sagte der Philosoph, „müsstet ihr euch alle Tage wünschen!“

„Doch das Gleiche“, erwiderte die Tochter des Rabbi Gamliel, „ist dem Adam widerfahren; denn statt der Rippe, die ihm Gott wegnahm, gab er ihm eine Lebensgefährtin, die ihm zur Seite steht.“