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Dies ist das Wort zum Mittwoch von unserem Pastor Roger. 
/// 02. Nov. 2022


„Gott ist Geist,
und die, die ihn anbeten wollen,
müssen ihn im Geist
und in der Wahrheit anbeten.“

Johannes 4,24

Anbetung meint niederwerfen, sich beugen vor Gott. Ich unterstelle mich ihm. Anbetung beschreibt eine Haltung, die anders ist als die distanzlose, handgreifliche Verehrung von Göttern. Unser Gott wird bilderlos verehrt.

Damit ist nicht gesagt, dass Gott nur Geist ist. Nach 1Joh 4,8.16 ist er auch Liebe. In Jesus Christus hat er eine menschliche Gestalt (Joh 14,9; Heb 1,2f).

Anbetung geschieht auf der Ebene des Geistes. Gemeint ist der Heilige Geist. Anbetung geschieht eben nicht an bestimmten Orten, vor bestimmten Bildern oder in bestimmten Ritualen. Ist eben nicht von besonderen Aktionen abhängig. Bewegt sich eben nicht auf der Gefühlsebene.

Anbetung drückt aus, dass Jesus König ist, Herr ist, Gottessohn ist, in göttlicher Vollmacht handelt.

Anbetung richtet sich auf Gott selbst, sein Wesen. Nicht auf seine Gaben oder sein Wirken.

Anbetung geschieht da, wo sich der Heilige Geist, der seit der Wiedergeburt in mir ist und Gott als Geist berühren. Nicht ich bewirke die Anbetung. Der Geist Gottes bewirkt sie in mir und ich vertraue mich ihm an. Lasse sie geschehen. (vgl Gal 4,6; Rö 8,15)

Das zweite Element der Anbetung ist die Wahrheit. Jesus ist die Wahrheit. (Joh 14,6) Eine Begegnung mit Gott ist nur im Namen Jesus möglich. Nur der Sohn Gottes lässt uns den ganzen Willen Gottes, die ganze Wahrheit erkennen. Nur im Geist Jesu Christi halte ich die Wahrheit über mich und die Welt aus.

Was beutet das für meine Praxis der Anbetung bzw. für unsere Praxis der Anbetung im Gottesdienst?