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Dies ist das Wort zum Mittwoch vom 17.03.2021


„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.“

Johannes 12,24

Jesus zieht in Johannes 12 in Jerusalem ein. Die ganze Stadt gerät in Bewegung. Ein Triumphzug. Menschen aus dem ganzen Mittelmeerraum fragen nach ihm und wollen ihn sehen. Ein Höhepunkt seines Dienstes.

Auf diesem Höhepunkt spricht er vom Sterben. Er ist das Weizenkorn, das sterben muss, um Frucht zu bringen.

Sterben ist ein Prozess, ein Weg, der mit dem Tod endet. Johannes der Täufer formuliert das als geistliches Prinzip mal so:

„Er (Jesus) muss wachsen, ich aber abnehmen.“ (Joh 3,30)  


Denk über das Leben von Jakob, Abraham, David, Petrus oder Paulus nach.
Wie sah dieses geistliche Prinzip in ihrem Leben aus?
Was kannst du als Frucht dieses Weges beschreiben? 


Durch Sterben Frucht bringen. Lege das auf dein Leben um.
Wo hast du „abgenommen“?
Welche Frucht kannst du entdecken?

Warum liegt das Geheimnis geistlichen Lebens im Sterben?


Wer eine Kuckucksuhr oder eine alte Pendeluhr vor Augen hat kennt das Antriebsprinzip: die Gewichte halten sie in Gang. 


Über das Leben und das Sterben:

„Das Leben muss man das ganze Leben lang lernen, und was dich vielleicht noch mehr erstaunen mag: Das ganze Leben lang muss man sterben lernen.“ 
Seneca, römischer Philosoph in „Von der Kürze des Lebens“ 

„Wer das Leben ohne den Tod ansieht oder den Tod ohne das Leben, kennt weder das einen noch das andere. Einüben ins Sterben bringt am meisten Klarheit über das Leben. Einüben ins Sterben ist die beste Vorbereitung auf den Tod. Denn man kann sich zwar den Tod vor Augen halten, aber man kann ihn nicht üben. Jeder geht als Anfänger in seinen Tod.“ 

Jörg Zink